Muster / Beispiel
Dieses Beispiel zeigt den Aufbau eines real eingesetzten Hygieneplans für einen Barbershop / Friseurbetrieb – mit klaren Abläufen, festen Zuständigkeiten und konkreten Hygieneschritten für den Betriebsalltag.
Wichtiger Hinweis
Die folgende Darstellung basiert auf einem realen Hygieneplan aus einem Friseur- / Barbershop-Betrieb und wurde für die Website als Muster aufbereitet.
Ein professioneller Hygieneplan im Alltag besteht nicht nur aus einer Überschrift. Er regelt konkret und nachvollziehbar, welche betrieblichen Abläufe hygienisch relevant sind. Dieses Muster zeigt, wie ein solcher Plan in der Praxis aufgebaut ist.
Welche Bereiche?
Klare Definition der hygienerelevanten Bereiche und Objekte
Wann?
Feste Zeitpunkte für die Durchführung der Maßnahmen
Welche Mittel?
Konkrete Produkte und Reinigungsmittel
Wie?
Detaillierte Anwendungshinweise
Einwirkzeit?
Festgelegte Zeiten für die Wirkung
Wer?
Klare Zuständigkeiten im Team
Genau diese Struktur sorgt dafür, dass Hygiene im Betrieb nicht nur allgemein beschrieben, sondern praktisch umsetzbar geregelt wird.
Hände
Händedesinfektion
Vor und nach jedem Kunden, nach Toilettengang, nach Husten/Niesen
Antiseptik Gel
Hände vollständig benetzen, 30 Sekunden einreiben
30 Sekunden
Alle Mitarbeiter
Haut bei Verletzungen
Wunddesinfektion
Sofort bei Schnittverletzungen
Octenisept
Verletzte Stelle satt benetzen, anschließend Pflaster aufbringen
mindestens 1 Minute
Betroffener Mitarbeiter
Instrumente
Scheren, Kämme, Aufsätze
Instrumentendesinfektion
Nach jedem Kunden, spätestens zum Feierabend
Instrumentendesinfektionsmittel
Nach Gebrauch in Lösung legen, nach Einwirkzeit abspülen und trocknen
15 Minuten
Zuständiger Mitarbeiter
Mischverhältnis: 1 Prozent Lösung, zum Beispiel 10 ml Konzentrat auf 990 ml Wasser
Flächen
Bedienplätze, Waschbecken, Ablagen, Föhne, Maschinengehäuse
Flächendesinfektion
Nach jedem Kunden und mindestens 2 mal täglich
Flächendesinfektionstücher
Mit getränktem Einmaltuch wischen, vollständige Benetzung sicherstellen
circa 1 Minute
Zuständiger Mitarbeiter
Wäsche
Handtücher, Umhänge
Reinigung und Desinfektion
Nach jedem Kunden
Vollwaschmittel bei mindestens 60 Grad
Benutzte Wäsche sofort getrennt sammeln, bei mindestens 60 Grad waschen, anschließend trocken lagern
—
Zuständiger Mitarbeiter
Boden
Reinigung
1 mal täglich
Neutralreiniger
Feucht wischen; bei Kontamination zusätzlich geeignete Flächendesinfektion nach Herstellerangaben
—
Reinigungskraft oder Mitarbeiter
Abfall
Einmalartikel, Klingen, Handschuhe
Entsorgung
Sofort nach Gebrauch, täglich entsorgen
Müllbeutel, geschlossener Behälter
In verschlossenen Säcken entsorgen; Lagerung getrennt vom Reinbereich
—
Alle Mitarbeiter
Scharfe oder blutkontaminierte Einmalinstrumente
Klingen
Sonderabfall-Entsorgung
Nach Anfall; Behälter bei Füllstand bis maximal 3/4 verschließen
Stich- und bruchsicherer, geschlossener Abfallbehälter
Sammlung in stichsicheren Einwegbehältern; getrennte Entsorgung; Nachweise und Quittungen aufbewahren
—
Verantwortliche Person / Inhaber
Klare Zuständigkeiten
Jede Maßnahme hat einen Verantwortlichen – so wird nichts vergessen.
Feste Abläufe
Wann, wie und womit – alles ist festgelegt und muss nicht im Alltag neu entschieden werden.
Konkrete Mittel
Keine allgemeinen Floskeln, sondern Produkte mit Namen und genauen Anwendungsangaben.
Einwirkzeiten geregelt
Wie lange ein Mittel einwirken muss, ist direkt im Plan dokumentiert.
Das Ergebnis: Ein Hygieneplan, der deutlich besser nutzbar ist als eine allgemeine Vorlage aus dem Internet. Denn er bildet die tatsächlichen Abläufe im Betrieb ab – nicht abstrakte Muster.
Einwirkzeiten und Konzentrationen müssen gemäß Herstellerangaben eingehalten werden. Abweichungen können die Wirksamkeit beeinträchtigen.
Lösungen für die Instrumentendesinfektion sollten täglich frisch angesetzt werden, um die korrekte Konzentration sicherzustellen.
Sicherheitsdatenblätter und Herstelleranweisungen sollten im Betrieb verfügbar sein und bei Bedarf eingesehen werden können.
Entsorgungsnachweise und Quittungen sollten aufbewahrt werden, wenn der Betrieb mit entsprechenden Behältern und Entsorgungswegen arbeitet.
Zusätzlich zur Hygienetabelle kann eine Mitarbeiterunterweisung sinnvoll sein. In der Praxis gehört zu einem professionellen Hygieneplan häufig auch die dokumentierte Kenntnisnahme durch Mitarbeitende. So lässt sich nachvollziehbar festhalten, dass das Team den Hygieneplan kennt und im Betriebsalltag einhält.
| Name | Funktion | Datum | Unterschrift |
|---|---|---|---|
| Max Mustermann | Friseur / Barista | __.__.2026 | ________________ |
| Anna Beispiel | Auszubildende | __.__.2026 | ________________ |
| Thomas Probe | Mitarbeiter | __.__.2026 | ________________ |
Hinweis: Diese Darstellung dient als Muster. Reale Namen und Funktionen werden für die Website anonymisiert.
Ein guter Hygieneplan ist konkret und nicht allgemein
Er regelt echte Betriebsabläufe
Er enthält klare Zuständigkeiten
Er berücksichtigt Produkte, Anwendung und Einwirkzeit
Er kann durch Mitarbeiterunterweisung ergänzt werden
Er ist deutlich stärker als eine starre Standardvorlage
Jeder Betrieb hat andere Abläufe, andere Arbeitsmittel und andere Hygieneschritte. Genau deshalb ist ein professioneller Hygieneplan dann am stärksten, wenn er nicht allgemein bleibt, sondern auf den echten Betriebsalltag abgestimmt wird.
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